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So hilft Botox in Medizin und Kosmetik:
Schwitzen: Dass viele Hollywood-Stars selbst im grellsten Scheinwerferlicht cool bleiben, verdanken sie
Botox. In die Achselhöhlen injiziert, blockiert es die Schweißdrüsen für 4-8 Monate. Das Verfahren eignet sich insbesondere für Patienten mit übermässiger Schweissbildung und damit
oft verbundener Geruchsentwicklung, v.a. an Achselhöhlen und Füssen.
Gesichtsspasmen: Sie können die Mimik grotesk verzerren. Mit Botox ruhig gestellt, entspannt sich der
Muskel, das Aussehen wird normal.
Korrektur mimischer Falten.Störende Falten, z.B. um die Augen, Nasenwurzel und Stirn können damit
behandelt werden. 
Behandlung von bisher therapieresistenten Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und Migräne.
1. Was ist denn dieses Botox eigentlich?
Botox ist die Abkürzung für Botulinumtoxin. Es handelt sich um ein Nervengift, das von Bakterien gebildet wird. Es
hemmt die Nervenimpulsübertrageung und kann so Muskelspannung und Schweissbildung unterdrücken.
2. Hört sich aber gefährlich an: Man lässt sich Gift unter die Gesichtshaut spritzen?
Damit es als Schönmacher eingesetzt werden kann, muss das Gift millionenfach verdünnt werden. Für eine Falte braucht
man beispielsweise 20 Botox-Einheiten – eine bedrohliche Dosis liegt bei 50000 Einheiten. Übrigens: Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte man auf Botox-Spritzen verzichten.
3. Wie funktioniert das genau? Was tut diese Substanz unter der Haut? Sie lähmt die Muskulatur, die die Falten verursacht. Genauer gesagt, wirkt sie
auf die Endplatte der Nerven und blockiert dort die Ausschüttung eines Botenstoffs, der der Muskulatur befiehlt, sich
anzuspannen. Auch die Schweissdrüsen werden von Nerven gesteuert, so daß damit auch eine unerwünschte Schweissproduktion unterbunden werden kann
4. Lähmung? Da denke ich sofort an ein starres, maskenhaftes Gesicht … Das passiert nur, wenn man es übertreibt und versucht, auch die letzte Falte mit Botox glatt zu bügeln. Im Mundbereich,
zum Beispiel bei der Nasolabialfalte, raten wir Ärzte ohnehin davon ab, Botox zu spritzen – denn dadurch kann sich in
der Tat das Lächeln deutlich verändern. Im Bereich der Stirn, Nasenwurzel und Augen erzielt man damit aber meist sehr befriedigende Resultate.
5. Da kann doch bestimmt was schief gehen?
Unerwünschte Lähmungen, beispielsweise ein herabhängendes Oberlid oder asymmetrische Augenbrauen, können z.B.
Folgen einer zu hohen Dosis sein. Mit Vorsicht zu genießen ist Botox auch, wenn das Gesicht schon mal geliftet wurde oder die Augenlider korrigiert sind: Voroperiertes Gewebe kann einfach anders reagieren.
6. Tut die Spritze eigentlich weh? So gut wie gar nicht, denn es ist nur ein winziger Piks mit einer mikrofeinen Nadel. Entlang des Muskels werden mehrere
Einstiche gesetzt, die manchmal leicht brennen. Spätestens nach fünf Minuten ist alles überstanden. Selten können vorübergehend Rötungen oder kleine Blutergüsse auftreten.
7. Wie schnell wirkt Botox? Das eingespritzte Medikamentt verteilt sich im Umkreis von einem Zentimeter in den Muskel. Bis es von den
Nervenfasern aufgenommen wird, vergehen etwa vier Tage. Dann erst ist die Wirkung spürbar.
8. Aber wieso verschwinden denn dann auch sofort die Falten?
Ein lahm gelegter Muskel kann die Haut nicht mehr in Falten ziehen, wie beispielsweise beim Stirnrunzeln. Bei Altersfalten, die sich schon in die Haut eingegraben haben, hilft das Mittel aber nicht:
9. Wie lange bleibt die Haut glatt? Realistisch sind zwei bis sechs Monate. Wie lange die Substanz im Körper bleibt, hängt davon ab, wie der individuelle
Stoffwechsel arbeitet. Auf jeden Fall wird sie vollständig wieder abgebaut. Bei einigen wenigen wirkt Botox übrigens gar nicht: Diese Menschen haben Antikörper gegen das Gift im Blut. Warum, ist noch unklar.
10. Weiß man was über Spätfolgen und Allergien? Langzeiterfahrungen in der Ästhetik gibt es wenige weil Botox hier erst seit Mitte der 90er-Jahre angewendet wird. Aus
der Medizin, wo es schon seit einem Vierteljahrhundert genutzt wird, kennt man keine Spätfolgen, und auch Allergien sind nicht bekannt.
11. Wie viel kostet die Beautyspritze?
Je ausgeprägter die Falte, desto mehr Botulinumtoxin wird benötigt. Für Stirn- und Augenfalten muss man je nach benötigter Substanzmenge mit etwa 150 - 200 Euro pro Sitzung rechnen.
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